ADHS und Schule

ADHS und SchuleAndere feierten heute Karneval, an der KAS beschäftigten sich die Lehrerinnen und Lehrer mit dem Thema „ADHS und Schule“. Eingeladen war dazu ein Referent, der Diplom Psychologe Joachim Scholz von der Klinik Herdecke. Er beschäftigt sich beruflich mit Kindern und Jugendlichen, die unter ADS oder ADHS leiden. In einem Vortrag setzte er den Teilnehmern der Veranstaltung detailliert auseinander, was unter den Begriffen zu verstehen ist und was nicht. Deutlich wurde dabei, dass es sich nicht um ein einheitliches Krankheitsbild handelt, sondern um eine Gruppe von Symptomen, die in verschiedener Kombination das Krankheitsbild ergeben. ADHS ist weltweit verbreitet und trifft vor allem Kinder und Jungendliche, ist aber auch bei Erwachsenen zu beobachten. Die Behandlung erfolgt therapeutisch und medikamentös und ist für die betroffene Person am gewinnbringensten, wenn sie frühzeitig begonnen wird, bevor es in Schule und Gesellschaft zu Beeinträchtigungen kommt.


Anwesend beim Vortrag war auch Dr. Michael Kühlmann (approbierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut). Auch an der KAS, das war für alle klar, gibt es Kinder und Jugendliche, denen ADHS diagnostiziert wurde und die in Behandlung sind und solche, bei denen es nicht erkannt wurde. Das Kollegium überlegte sich gemeinsam mit den Fachmännern Strategien, wie man vorgehen kann, wenn der Verdacht auf ADHS besteht. Leider, so ist anzumerken, gibt es nur wenige Fachleute, an die Betroffene Familien sich wenden können und die Wartezeiten auf ein erstes Gespräch können Monate dauern.
Leider war es fast die ganze Zeit über, solange das Kollegium der KAS sich fortbildete, so kühl im Konferenzraum, wie auch dem Lehrerzimmer, dass viele in Jacken und Mänteln dem Vortrag lauschten.