2003 Buchenwald

Brennofen

Öfen von vorneDer Brennofen war dafür da, die Toten zu verbrennen.
Insgesamt gab es sechs Brennöfen, die Tag und Nacht im Betrieb waren. Aus dem Schornstein kam dann immer eine schwarze Wolke heraus.
Die Brennöfen waren im Krematorium, zu dem Leichenkeller gehörten, wo die Leichen gestapelt waren. Die gefangenen Juden mussten den Brennofen leiten und vielleicht sogar Verwandte in den Ofen hereinschieben. Die Asche wurde in Urnen getan und schließlich verkauft. Bevor die Leichen in den Ofen geschoben wurden, schlug man ihnen die Goldzähne heraus.

Torgebäude mit Todeszellenblock

Der Appelplatz war vor dem Eingang, wo die Gefangenen morgens und abends zwei Stunden gezählt werden mussten. Wenn ein Gefangener nicht da war, dauerte es länger. Einmal waren drei Gefangene entflohen. Da mussten alle anderen sechs Stunden warten, bis sie wieder eingefangen waren. Wenn sie den Befehl hatten zur feierlichen Anlässen zu singen, dann mussten sie laut singen, weil im Hintergrund ihre Brüder erschossen wurden. Sie mussten auch die Fahne grüßen. Am Appellplatz ist eine Gedenktafel, die 37 Grad Körpertemperatur ist, wo alle Nationalitäten aufgelistet sind, die dort gefangen waren.

Der Karachoweg

Ein sehr ironischer NameFoto von neuankommenden HäftlingenMit der Eisenbahn, kamen tausende von Menschen aus vielen verschiedenen Ländern nach Buchenwald. Der Weg oben heißt Karachoweg, weil die Gefangenen auf diesen Weg in das KZ hineinkamen. Auf diesen Weg wurden sie verprügelt und angespuckt, damit sie wussten, wer hier das sagen hatte. Auf diesen Weg wurden auch sehr viele Gefangene getötet. Nachdem sie diese Straße hinter sich hatten, mussten sie sich alle eintragen lassen. Danach kamen sie in Räume und mussten jeden Tag 14 Stunden arbeiten.
Die Texte und Bilder stammen von Schülern der zehnten Klasse

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