Praktikum – Freud und Leid

Vor dem Praktikum dürfen die Schüler Wünsche äußern, in welchen Berufen sie gerne ihr Praktikum machen wollen. Die drei verschiedenen Praktika sollen in verschiedenen Berufen abgeleistet werden, so dass möglichst viele Erfahrungen gemacht werden. Sie sollen später helfen, den richtigen Beruf zu finden und vielleicht schon über den Kontakt aus dem Praktikum zu einer Lehrstelle führen. Die KAS verfügt über eine Datenbank, in welcher sich Betriebe aus der Umgebung finden, die bereit sind Praktikanten aufzunehmen. Auf die werden die Schüler verteilt. Dass dabei nicht jeder Wunsch zur vollsten Zufriedenheit der Schüler erfüllt werden kann, ist verständlich. Das sollten auch die Schüler wissen.
Trotzdem kommt es jedes Jahr immer wieder zu kleineren und größeren Problemen. Im Allgemeinen sind die Betriebe mit den Schülern der KAS sehr zufrieden, wie die betreuenden Praktikumslehrer immer wieder hören. Es gibt aber auch hier Ausnahmen. Da ist ein Betrieb nicht mit dem Praktikanten zufrieden oder ein Praktikant nicht mit dem Betrieb. Ein Praktikant, eine Praktikantin wird vielleicht einmal nicht so behandelt, wie er oder sie es erwartet oder der Praktikant bzw. die Praktikantin ist entweder nicht für die ausgesuchte Arbeit zu gebrauchen oder ist enttäuscht, dass er oder sie nicht alles machen darf. Praktikum kann auch mal langweilig sein.


Vielleicht muss man sich auch einmal die Hände schmutzig machen, vielleicht auch mal den Putzlappen anfassen anstatt eine Dauerwelle zu legen. Unter Umständen muss man auch mal zusehen. Bei manchen Berufen ist es normal, wenn man den ganzen Tag lang steht. Das hängt ganz vom Praktikumsberuf und vom Betrieb ab. Es gehört zu den Erfahrungen, die man in einem Praktikum macht.
Wenn mal alles schief geht mit Praktikant und Betrieb, was zum Glück recht selten vorkommt, dann muss ein neuer Praktikumsplatz her zum Wechseln. Für die Praktikumslehrer macht dieses ihre Aufgabe nicht gerade leichter. Sie müssen in dieser Zeit zwar nicht schon um acht in einer Klasse stehen, sind aber den Tag über viele Kilometer in Wenden, Olpe und dem Umland unterwegs, um ihre Schüler zu besuchen und mit ihren Betreuern in den Betrieben zu reden.

An dieser Stelle auch ein Dank an die Praktikumsbetriebe, die der KAS Jahr für Jahr Plätze zur Verfügung stellen und sich drei Wochen lang um die Praktikanten kümmern.