Das ganze Wendener Land ist jetzt grün

Von Meinolf Wagner
WENDEN.
Selbst das „typisch sauerländische Wetter“ tat der Stimmung keinen Abbruch bei der Einweihung der Schulsport- und Vereinsanlage am Wendener Konrad-Adenauer-Schulzentrum.

Für die SF Möllmicke, VSV Wenden und SG Wenden war es ein großer Tag, aber auch für die Gemeinde. Sie hatte bei diesem Projekt tief in die Tasche gegriffen und 880 000 Büro beigesteuert. Hauptnutzer SF Möllmicke hat mit den anderen Vereinen VSV Wenden und SG Wenden Eigenleistungen im Wert von 65 000 Büro erbracht. So konnte Bürgermeister Peter Briiser auch verkünden: „Wir haben immer ein offenes Ohr für die sportlichen Belange unserer Bürger. Das Zusammenspiel zwischen dem Sport und der Gemeindeverwaltung hat funktioniert.“
In der Tat, die Gemeinde Wenden ist nunmehr völlig grün und hat nur noch Kunstrasenplätze. In einem Zeitraum von zehn Jahren sind alle acht Sportplätze der Gemeinde Wenden umgewandelt worden. Fußball A Kreisligist SF Möllmicke kann den Kunstrasenplatz zu 70 Prozent nutzten und der Fußball-Bezirksligist VSV Wenden zu 30 Prozent. Die SG Wenden kann ihren gesamten Trainingsbetrieb auf der Multifunktionsanlage absolvieren. „Es ist der letzte Kunstrasenplatz im Kreis, der gefördert wurde“, stellte Andreas Hebbeker, der Vorsitzende des Fußball-Kreises Olpe in seiner Rede fest. Er habe für diese Einweihung „extra eine Sitzung im Sportzentrum Kaiserau früher verlassen,“ sagte er und fügte hinzu: „Mancher Kreisvorsitzender aus Westfalen hat mich neidisch angeschaut, denn das ist einmalig in Deutschland.“

„Wir müssen alle Möglichkeiten ausloten, Angebote zu erweitern, um nicht ein Opfer der Demografie zu werden.“
Lambert Stoll

Im Kreis Olpe sind nunmehr lediglich die SpVg Iseringhausen, der SV Dahl/Friedrichsthal und der SSV Hofolpe auf einem Tennenplatz zuhause. Trotz aller Euphorie trat der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes Wenden Lambert Stoll auf die Bremse. Er erinnerte an die Probleme des Amateursports: „Wir müssen alle Möglichkeiten ausloten, Angebote zu erweitern, um nicht ein Opfer der Demografie zu werden. Kooperationen müssen geprüft werden, denn die Kluft zwischen den Profis und den Amateuren wird immer größer.“

Gefeiert wurde auch noch. Wie so oft bei solchen Anlässen führte Kreis-Leichtathle-tik-Obmann Kunibert Rademacher wie gewohnt souverän durch die Veranstaltung. Höhepunkt waren Geschicklichkeitsspiele für die Jüngsten durch die SG Wenden. Außerdem wurde noch Fußball gespielt und das mit integrativem Charakter: Die Altliga des VSV Wenden und der SF Möllmicke kickten gemeinsam mit der Lebenshilfe Wenden und Olpe.