admin | Veröffentlicht am Samstag, 3. Juli 1993 in Siegener Zeitung. | | Print This Post Print This Post

Wenden. Nahezu fest in irischer Hand war gestern abend das Wendener Rathaus:Gemeindedirektor Peter Brüser empfing eine 19köpfige Schülergruppe aus Ballinrobe, die 14 Tage in Wenden zu Gast war. Heute morgen traten die Jugendlichen aus der im Westen der Republik Irland gelegenen Stadt die Heimreise an. Eingeladen hatten sie und die beiden begleitenden Lehrerinnen der Heimatverein für Wenden und Möllmicke.

In den vergangenen beiden Jahren entstand der Kontakt zwischen den Wendener Schülern und Iren. Die Jugendlichen, die dem Heimatverein für Wenden und Möllmicke an der Gestaltung des Bergbaumuseums „Mühlenstollen“ helfen, hatten zur Belohnung die Möglichkeit bekommen, Urlaub an einem irischen See zu erleben. Im vergangenen Jahr reiste ihr Lehrer, Werner Busse mit in das Zeltlager. Er war es, der bei miserablem Wetter die Community School in Ballinrobe bat, ein schützendes Dach für eine Nacht zu gewähren – der Kontakt war hergestellt.


Der dortige Schuldirektor zögerte nicht lange und erlaubte den Wendener Schülern, eine Nacht in seiner Schule zu übernachten. Und damit nicht genug, er stellte ihnen sogar einen Bus für Rundreisen kostenlos zur Verfügung. Die Idee, die herzliche Gastfreundschaft zu erwidern, war geboren. Gesagt, getan, vor 14 Tagen reisten die irischen Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren ins Sauerland, wo sie in Gastfamilien in Wenden, Altenhof und Gerlingen untergebracht wurden. Dort lernten sie deutsche Lebensgewohnheiten kennen, und überdies ermöglichte ihnen Hauptschuldirektor Michael Olberts, am Unterricht in „seiner“ Bildungseinrichtung teilzunehmen. In der Freizeit, so Josef Hesse vom Heimatverein, habe man dann Wert darauf gelegt, daß möglichst viele Unternehmungen von den Gastfamilien initiiert wurden.

Im Programm für die Gruppe waren unter anderem eine Sauerlandrundfahrt, Kurztrips nach Köln und Siegen sowie gemeinsame Abende im Wendschen enthalten. Hesse bedankte sich im Gespräch mit der SZ für die Hilfe der Hauptschule, den Empfang im Rathaus, vor allem aber für die „rührende Betreuung in den Gastfamilien“.

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