Zoff im Bus: Wendener Haupt- und Realschule ziehen an einem Strick

Wenden, (west) Die hoffnungsvoll überfüllten Schulbusse und die damit verbundenen Folgen waren das zentrale Thema des Aktionstages „Verkehrserziehung“ in der Wendener Konrad-Adenauer-Schule. „Wenn mehr Busse eingesetzt würden, hörte auch das Gedrängel auf, erklärte ein Schüler. Heinz Rüsche, Dienststellenleiter der VWS in Olpe. Heinz Wunderlich, Leiter der Abteilung サMarketing und Vertrieb“ und verantwortlich für die Schulung des Fahrpersonals sowie Dieter Grimm, Busfahrer, stellten sich bereitwillig den Fragen und Beschwerden der Schüler. Gleichzeitig versuchten sie, Verständnis für die Busfahrer aufzubringen, die häufig mit aggressiven Jugendlichen konfrontiert würden. Der Aktionstag, der gemeinsam von der Haupt- und Realschule durchgeführt wurde, bot den Schülern einen Rundlauf mit fünf Stationen. So besprachen die Teilnehmer das Problem „Zoff am und im Bus“. Anschließend fanden Podiumsdiskussionen unter der Leitung der Eltern und Reiner Kraft, Vertreter der Schulpflegschaft, statt. Praktisch geübt wurde das Ein- und Aussteigen in bzw. aus dem Bus.


Das vierte und fünfte Thema des Rundlaufes waren „Recht des Stärkeren oder RegelnSchüler“ und „Bus als rechtsfreier RaumSchüler“ Die Idee für die Veranstaltung kam von den Schulleitern Michael Olberts, Hauptschule, und Clemens Bernemann, Realschule, sowie von den Schülern. „Das besondere ist, daß hier die Schulformen aufgehoben wurden“, berichtete die Lehrerin Gabi Becker. Außerdem hatten sich drei Kunstgruppen, die Plakate mit Motiven zum Schülerfahrverkehr malten, und zwei Musikgruppen mit eigenen Songs gebildet. Zur abschließenden Podiumsdiskussion kamen Bürgermeister Kunibert Kinkel, Schulpflegschaftsvorsitzender Josef Eichert und Schulamtsleiter Thomas Damm. Sie waren sich einig, daß in Sachen Schülerfahrverkehr weitere Überlegungen nötig sind.