admin | Veröffentlicht am Freitag, 9. Dezember 2011 in Westfalenpost. | | Print This Post Print This Post

Von Roland Vossel WENDEN. Künftig soll es in Wenden eine Gesamtschule oder eine Sekundärschule geben. Zu diesem einhelligen Ergebnis kommt der interfraktionelle Arbeitskreis nach zehnmonatiger Tätigkeit.

Das aus Mitgliedern der vier Fraktionen sowie Vertretern aus Lehrer- und Elternschaft sowie Schulaufsicht bestehende Gremium ist überzeugt, dass sich die Schullandschaft in der Sekundarstufe ändern wird: Haupt- und Realschule werden auslaufen. „Im Arbeitskreis wurde mehrheitlich eine Gesamtschule favorisiert“, sagte Arbeitskreis-Vorsitzender Ludger Wurm.Das neue Schulgesetz erleichtert die Errichtung von Gesamtschulen: Die erforderliche Mindestschülerzahl wurde von bislang 112 auf 100 Schüler gesenkt. Die neue Sekundärschule Jahrgänge 5 bis 10) bereitet auf die berufliche Ausbildung und die Hochschulreife vor und geht mindestens eine Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs ein.

Für das kommende Schuljahr 2012/2013 ergeben sich noch keine Veränderungen. Alle Jahrgänge, die in Haupt-und Realschule in Wenden gestartet sind, werden in dieser Schulform bis zum Abschluss fortgeführt. Frühester Start für eine Gesamt- oder Sekundärschule am Konrad-Adenauer-Schulzentrum wäre das Schuljahr 2013/2014. Schulentwicklungsplan, kommunaler Konsens mit den Nachbargemeinden sowie Information und Befragung der Eltern sind der Ratsentscheidung für die neue Schulform vorgeschaltet.

Umstritten war das Tempo. Hiltrud Ochel (Grüne), Gerhard Jung (UWG) und Angelika Henne (CDU) forderten, aufs Gaspedal zu drücken. Man müsse nicht erst noch den Schulentwicklungsplan abwarten. Eine wohlüberlegte Entscheidung verlangte Bernd Arns (CDU). Man einigte sich auf folgendes Vorgehen: Mitte Januar 2012 berät der Arbeitskreis über die Elterninformation und erarbeitet Differenzierungsmerkmale.

Angelika Henne meinte, die Hälfte des Rates habe ohnehin keine Ahnung von der Thematik. Das seien alte Männer, die nicht wüssten, was für die Kinder gut sei. Es folgte der geschickte Konter des im Schulbereich sehr erfahrenen Heinz Zimmermann (UWG): „Das ist ja gut. Wenn diese Herren unterbelichtet sind, dann trifft das wegen der Mehrheitsverhältnisse ja hauptsächlich auf die CDU zu.“

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