admin | Veröffentlicht am Montag, 26. Dezember 2011 in Westfalenpost. | | Print This Post Print This Post

WENDEN. „In den nächsten zwei Monaten wird in der Gemeinde Wenden eine wichtige Entscheidung über die künftige Schulform getroffen. Bleibt alles beim Alten oder wird es eine Sekundar- beziehungsweise Gesamtschule geben?“, so Elmar Holterhof, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/ Die Grünen.

Derzeit, so Holterhof, besuchen aus der Gemeinde Wenden 420 Schüler die Hauptschule (24 Prozent), 508 Schüler die Realschule (29 Prozent) und 805 Schüler das Gymnasium oder die Gesamtschule (47 Prozent). Nur 52 Prozent der Schüler besuchen eine Schulform in der Gemeinde, 48 Prozent fahren in Nachbarkommunen. „Das Ziel der von uns geforderten neuen Schulform ist es ein wohnungsnahes und umfassendes Angebot mit allen denkbaren Schulabschlüssen zu schaffen. Dies ist derzeit nicht gegeben: Zum einen ist der Erwerb eines gymnasialen Abschlusses in Wenden nicht möglich, zum ändern wandern jetzt schon knapp die Hälfte aller Schüler in Nachbarkommunen ab.“Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, benötige man eine neue Schulform. Trotz sinkender Schülerzahlen müsse der Schulstandort Wenden sicher und attraktiv bleiben und alle Schulabschlüsse anbieten: „Wir müssen und wollen unser Schulangebot so gestalten, dass es zum Bedarf der Bürger in der Gemeinde Wenden passt. Dafür werden die Eltern von schulpflichtigen Kindern mittels einer Befragung in die Entscheidungsfindung mit eingebunden.“

Es mache keinen Sinn, ein Angebot zu entwickeln, das nicht angenommen wird. Mit den anliegenden Kommunen sei ein regionaler Konsens über das Angebot zu finden: „Wenn Olpe eine Sekundärschule plant, würde eine Gesamtschule in Wenden eine ganz andere Wirkung auf die Region haben. Schon jetzt besuchen über 100 Kinder aus Olpe und 40 Kinder aus Wenden die Gesamtschulen in Eckenhagen und Kreuztal. Wir möchten, dass die Kinder zukünftig in der Gemeinde Wenden unterrichtet werden.“

Und: „Die Lehrerschaft und die Schulkonferenzen der jetzigen Haupt- und Realschule sind in das Konzept einer neuen Schulform mit einzubinden. Es gilt der Grundsatz: Unterricht ist eine Veranstaltung, die mit der Qualität des Personals steht und fällt.“

Eine Gesamtschule sei die zukunftsfähigste Schulform in der Gemeinde Wenden, so Holterhof: „Mit ihrem differenzierten Lehrangebot und der Verknüpfung verschiedener Schulzweige ergibt sich der Vorteil, dass Abitur nach neun Jahren und nicht das Turbo-Abitur nach acht Jahren anzubieten. Für die Gemeinde Wenden ist das Angebot einer Gesamtschule ein Alleinstellungsmerkmal im südlichen Kreis Olpe.“ Standortqualität und Zukunftsfähigkeit würden dauerhaft gesichert.

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