Wenden.(kd) Im Namen des Volkes verkündete der Vorsitzende Richter am Landesgericht Siegen, Wolfgang Münker, vor der Großen Jugendstrafkammer am vergangenen Donnerstag folgendes Urteil: Der Angeklagte Björn A. aus Gerlingen wird wegen Mordes an seiner Mutter Annegret und Totschlag an seinem Vater Helmut zu sechs Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Am 23. März 2002 hatte der 16-Jährige seine Mutter und seinen Vater „in Folge eines Affektstaus“ in der elterlichen Wohnung mit vielen Messerstichen getötet. Bei der Urteilsbegründung lag der Schwerpunkt auf der familiären Vorgeschichte des Angeklagten. Geboren und aufgewachsen in Mecklenburg-Vorpommern, wurde Björn 1998 aus seinem gewohnten Umfeld gerissen. Sein Vater hatte den Job auf der Werft verloren, die acht Jahre ältere Schwester war nach Lüneburg gezogen, und er selbst sollte nun seinen Eltern ins Sauerland folgen. Schon damals war der Alltag des Jungen von Strenge und Disziplin geprägt, Sauberkeit und Ordnung galten als oberste Prämisse eines geordneten Familienlebens. Bei der Entscheidung, die Heimat zu verlassen, war Björn übergangen worden.

Den ganzen Artikel lesen …

Erschienen in Westfalenpost am 24. Oktober 2002 | | Print This Post Print This Post

Gerlingen/Siegen. Für sechs Jahre schickte gestern die Große Jugendstrafkammer des Landgerichts Siegen unter Vorsitz von Richter Wolfgang Münker einen 16-jährigen Gerlinger ins Gefängnis, der am Samstag, 23. März, seine Eltern erstochen hatte.
An insgesamt sechs Verhandlungstagen hatte das Gericht die schreckliche Tat des besagten Samstagabends noch einmal aufgerollt, hatte das Persönlichkeitsbild des jungen Angeklagten nachgezeichnet und gleichzeitig die familiäre Situation des Schülers aus der 10/2 der Konrad-Adenauer-Hauptschule beleuchtet. Wie Wolfgang Münker in seiner dezidierten Urteilsbegründung deutlich machte, war gerade die familiäre Situation, besonders die eigenwilligen Erziehungsmethoden der 48-jährigen Mutter und des 50-jährigen Vaters gewöhnungsbedürftig. Dau komme das Verlagern des Jungen aus dem ihm bekannten Umfeld einer kleiner Ex-DDR-Gemeinde in das fremde Gerlingen.

Den ganzen Artikel lesen …

Erschienen in Blickpunkt der Gemeinde Wenden am 15. Oktober 2002 | | Print This Post Print This Post

Friedhelm Jung (61 Jahre) aus Schönau wird Ende des Jahres aus dem Dienst der Gemeinde Wenden ausscheiden. Im Rahmen des Tarifvertrages zur Regelung der Altersteilzeit befindet er sich bereits in der Freistellungsphase. Herr Jung wurde am 1. Juli 1977 als Mitarbeiter für den gemeindlichen Bauhof eingestellt. 1994 wechselte er als Hausmeister ans Schulzentrum Wenden. Am 1. Januar 2003 beginnt der wohlverdiente Ruhestand. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Schulzentrum Wenden wurde jetzt auch Frau Heidrun Benicke verabschiedet. Sie wechselt als Lehrerin ins Rheinland.

Von Andreas Böhme
Sundern. Schulzentrum Sundern, kurz nach 13 Uhr. Für Maurice (14) und Ufuk (16) endet die sechste Stunde zehn Minuten früher. Kaum aus den Klassenzimmern, streifen sie sich ihre Warnwesten über und steuern zielstrebig auf die Bushaltestellen zu. Die beiden sind Schulbuslotsen. „Busguides“, korrigiert Ufuk, „das klingt besser.“ Bedeutet aber das gleiche. 120 dieser Guides gibt es am Schulzentrum, in dem zwei Haupt-, eine Realschule und ein Gymnasium untergebracht sind. Jeweils 14 von ihnen sind pro Schicht im Einsatz und sorgen dafür, dass rund 1500 Jungen und Mädchen sicher in ihre Busse kommen.

Eine Aktion, die Nachahmer findet. Immer mehr Schulen kopieren das „Sunderner Modell“. „Gerade erst hatte ich eine Anfrage aus Rheine“, erzählt Heinz Günter Nies, Leiter der Hauptschule 2. In Werl, Wenden, Drolshagen oder Meschede haben Lotsen ihre Arbeit bereits aufgenommen. Geboren wurde die Idee aus der Not heraus. „Früher herrschte hier ein absolutes Chaos nach Schulschluss“, erinnert sich Nies. „Alle rannten durcheinander, es wurde geschubst und gedrängelt.“ Innerhalb kurzer Zeit ereigneten sich zwei schwere Unfälle an den Haltestellen. „Da mussten wir reagieren.“

Den ganzen Artikel lesen …

Erschienen in Westfalenpost am 1. Oktober 2002 | | Print This Post Print This Post

Wenden. (rt) „Ometepe“ heißt die Insel im Großen Nicaragua-See, der 15mal so groß ist wie der Bodensee. „Ometepe“ heißt auch das Projekt, das mit Erlösen der Sponsorenwanderungen der Konrad-Adenauer-Hauptschule Wenden gefördert wird.
Der Leiter des Projektes auf der Insel Ometepe, Bürgermeister Alcides Flores, war mit seinem Landsmann Hugo Naves mit der Initiatorin des Hilfswerkes, Monika Höhn aus Wiehl, nach Wenden gekommen, um einen Scheck über 3 300 Euro in Empfang zu nehmen. Damit sollen drei neue Häuschen gebaut werden, die gerade jetzt zur Regenzeit nötig sind.

Den ganzen Artikel lesen …