Erschienen in Westfalenpost am 9. August 1994 | | Print This Post Print This Post

Von Paul Rötz

Lütringhausen. (WP) Man schrieb den 8. April 1945. Der Krieg ging in seine letzte Phase und Generalfeldmarschall Model arbeitete im Hauptquartier in Neuenkleusheim die Pläne für das allerletzte Gefecht aus. Das Unternehmen wurde ein Desaster und endete im sogenannten Ruhrkessel. Die Deutschen waren am Ende.

Während die Neuenkleusheimer jeden Tag beten, daß die von Siegen heranrückenden Amerikaner bloß nicht die Lage des deutschen Generalstabs herausfinden, werden im nahen Lütringhausen am 7. April 1945 vier junge deutsche Landser von sogenannten „Kettenhunden“, der Feldgendarmerie der Wehrmacht (Militärpolizei), aufgegriffen und festgesetzt. Man macht ihnen den Vorwurf der Fahnenflucht, des unerlaubten Entfernens von der Truppe. Fahnenflucht allerdings wird als „Feigheit vor dem Feinde“ ausgelegt und mit dem Tode bestraft.

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