Erschienen in Westfalenpost am 25. März 1993 | | Print This Post Print This Post

(fis) Den ersten Generations Cup der Konrad-Adenauer-Schule in Wenden gewann die Schülermannschaft. Sie setzte sich gegen drei weitere Teams, bestehend aus Eltern, Lehrern und ehemaligen Schülern durch, wobei die Lehrer am Ende das Nachsehen hatten und den letzten Platz belegten. In einem spannenden Endspiel mußte sich das Eltern-Team erst nach einem 8-Meterschießen den im Endeffekt glücklicheren Schülern beugen.

Erschienen in Siegener Zeitung am 23. März 1993 | | Print This Post Print This Post

schnitt die Tanz- und Theatergruppe „14.30 top secret“ der Wendener Hauptschule am Wochenende beim „Festival der Amateure“ des Kreisjugendrings ab (die SZ berichtete bereits gestern ausführlich). Die Akteure aus dem Wendschen standen nach der Endabrechnung ganz oben auf dem Siegertreppchen. Den Gewinnern des Jugendtheaterpreises und ihren Leitern Hans-Georg Kraus und Gabriele Becker (von rechts) stand die Freude über diesen Erfolg ins Gesicht geschrieben. Dank der enormen Spielfreude der Jugendlichen war der Funke auf das vielköpfige Publikum im Meggener Pädagogischen Zentrum übergesprungen. Die Botschaft ihres selbstentwickelten Stückes „Bundeskristallnacht“ war angekommen: Die Wendener Schüler wollten auf die Zunahme rechtsradikaler Tendenzen hinweisen. Die zehn Szenen zeigten, wie intensiv sich die Schüler mit dem Thema auseinandergesetzt hatten. Das begeisterte Publikum honorierte die großartige Leistung mit anhaltendem Applaus. Kein Wunder, daß die Jury sich diesem Urteil anschloß und der Gruppe den begehrten Preis zuerkannte.

Wenden. Lehrer wollen nicht nur lehren, sondern auch leimen. Dieses Fazit kann nach dem jetzt im Konrad-Adenauerschulzentrum durchgeführten Bezirkslehrertag gezogen werden. Mit einer nie dagewesen Beteiligung demonstrierten die Lehrer und Lehrerinnen von Grund-, Haupt-, Gesamt-, und Sonderschulen aus dem Bezirk Arnsberg, daß sie überaus großes Interesse an einer pädagogischen Fortbildung besitzen. Thema der Veranstaltung, zu der der Verband Bildung und Erziehung (VBE) eingeladen hatte, lautete サOb der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen willSchüler – Erziehung zu Konzentration und Stille“. Trotz Einrichtung zusätzlicher Arbeitskreise war die Nachfrage nach Meditations-, Yoga-, Entspannungs- und Wahmehmungsübungen kaum zu befriedigen. Professor Dr. Rainer Winkel aus Berlin griff in seinem Grundsatzreferat Ursachen und Bewältigungsmöglichkeiten von Konzentrationsstörungen in der Schule auf. Die Anzahl der verhaltensauffälligen Kinder werde immer größer. Diese „Notsignale“ würden von der Lehrerschaft erkannt, meinte Jochen Gerstendorf, Vorsitzender des VBE im Bezirk Arnsberg, in einem Pressegespräch in der Wendener Bildungsanstalt.

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Wenden. Hauptschulleiter Michael Olberts sprach von „Krönung einer mehrmonatigen Arbeit der Schülerarbeitsgruppen“, als sich am Donnerstag abend der Vorhang in der Aula des Konrad-Adenauerschulzentrums in Wenden öffnete: Vor vollem Haus rührte die Tanz-TheaterGruppe „Top Secret“ das Bühnenstück „Bundeskristallnacht“ auf und setzte damit ein eindringliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus.

Unter den Titeln „Nationaler Größenwahn“, „l000 Jahre Heil“, „Entfremdete Heimat“, „Vordenker“, „Bimbo-Flittchen“, „Führer befiehl! Wir folgen“, „Empfänglichkeit und Anreiz“, „Kumpel hier Täter dort“ und „Zurecht(s)weisung“ hatten die Hauptschüler neun Szenen erarbeitet, die bewußt vermieden, die Gewalt von Rechts an einer bestimmten Personengruppe wie beispielsweise den Skinheads festzumachen.

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Von Britta Leyendecker

Wenden. (WP) „Wir müssen uns bewußt sein, daß solche Exzesse wie in der Kristallnacht immer wieder passieren können“, erklärt Hans-Georg Kraus. Leiter der Theatergruppe der Hauptschule Wenden. In den Jahren 1989/90 sei in der Gemeinde Wenden eine besorgniserregende Zunahme rechtsradikaler Aktivitäten zu beobachten gewesen. „Auch einige unserer Schüler waren in die Szene abgerutscht“, so Kraus. Auf einem Seminar 1991 erörterten Lehrer der Schule gemeinsam mit Referenten des Kreisjugendamtes und der Kripo die Möglichkeiten der Schule, solchen Tendenzen entgegenzuwirken.

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Wenden. Eine grandiose Premiere des Theaterstücks „Bundeskristallnacht“ erlebten gestern abend zahlreiche Gäste in der Aula des Schulzentrums. Auf eindrucksvolle Weise hielten die Mitglieder der Theater und Tanzgruppe hinsichtlich rechtsradikaler Tendenzen dem Publikum einen Spiegel vor: Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus scheinen kein „Privileg“ der Nachwuchsnazis zu sein, Exzesse und Ausschreitungen wie in der Reichskristallnacht 1938, auf die der Titel des Theaterstücks anspielt, scheinen auch heute nicht unmöglich.

Gerade unter Jugendlichen hat sich nach Auffassung der Akteure rechtes Gedankengut stark ausgebreitet. Grund genug, sich auf ihre Verantwortung zu besinnen und nach Möglichkeiten zu suchen, um rechtsradikalen Entwicklungen entgegenzuwirken. Laut Elmar Düweke, stellv. Schulleiter, fiel Mitte 1991 der Entschluß, sich mit dem brisanten Thema in Form eines von Schülern und Lehrern gemeinsam zu erarbeitenden Bühnenprojekts auseinanderzusetzen.

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