Erschienen in Westfalenpost am 24. März 1987 | | Print This Post Print This Post

Olpe. Eine Jahreskarte PS-Lose nahmen Sandra Fischer und Frank Dornseiffer, Sprecher der Klasse 9.3 der Konrad-AdenauerHauptschule Wenden, in der Olper Sparkasse entgegen.

Im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Schule“, das die WESTFALENPOST zusammen mit den Sparkassen im Kreis Olpe durchführt, überreichte Zweigstellenleiter Ulrich Viedenz den stolzen Schülern gestern morgen ein Jahreslos des PS-Gewinnsparens. Einen Einblick in die Abwicklung der täglichen Geschäfte eines Kreditinstitutes konnten die Schüler auch bei der anschließenden Besichtigung erhalten.

In gemeinsamer Gesprächsrunde stellten sich Vorstandsmitglied Paul Harnischmacher und Mechthild Heuel den interessierten Fragen der 24 angehenden Berufsanfänger und erteilten Informationen vom Ausfüllen eines Scheckformulars bis zu den Funktionen des Beraterterminals. „Eine praktische Ergänzung zum Unterricht“, so Klassenlehrer Lütticke.

VON HARTMUT KACZMAREK

Wenden.
„Es gab Zeiten“, so erinnert sich Elmar Düweke, „da mußte ich Eltern davon überzeugen, ihr Kind aufs Gymnasium zu schicken.“ Damals, vor 25 Jahren, als der heutige Konrektor der Hauptschule Wenden seinen Dienst antrat, putzte er noch Klinken, um widerstrebende Eltern von den weiterführenden Schulen zu überzeugen. Die Zeiten sind vorbei. „Das Gymnasium wird in einigen Regionen schon zur Regelschule“, berichtet das Kultusministerium. Für Düweke ist das oft genug der falsche Weg. „Eine falsche Schule kann ein Kind kaputtmachen“, setzt er warnend hinzu.

Er hat schon Schüler, die vom Gymnasium zurückkamen, an seiner Hauptschule aufblühen sehen. Beispielsweise ein Mädchen, das zuvor über Kopfschmerzen klagte, lustlos in den Tag hineinlebte und jetzt in ihrer Klasse in eine Art Führungsposition hineingewachsen ist.

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Wenden, (käs) Die Hauptschule ist keine Restschule. Mit Empörung und Frustration haben betroffene Schüler und Lehrer der Hauptschule Wenden Presseberichte der letzten Zeit aufgenommen, die den Eindruck erweckten, daß dieser Schulform ein Massensterben bevorsteht. Im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Schule“ wurde in dieser Woche das Problem diskutiert. Auf Unverständnis ist bei den Schülern vor allem gestoßen, daß Einzelbeispiele über rückgehende Schülerzahlen im Ruhrgebiet und Berichte über einen hohen Ausländeranteil an Hauptschulen verallgemeinert wurden. Es wird unter anderem betont, daß die Konrad-AdenauerHauptschule in Wenden 44 Prozent eines Schülerjahrgangs der Grundschule Wenden aufnimmt. Für völlig unbegründet hallen die Betroffenenen deshalb eventuelle Sorgen von Eltern, die aufgrund von ungenauen Presseberichten oder Stellungnahmen von Politikern veranlaßt werden, ihre Kinder eventuell gegen die eigene Überzeugung auf andere Schulen – Gymnasien oder Realschulen- zu schicken. Dabei, so erarbeiteten die am Projekt beteiligten Schüler mit ihren Lehrern, hat die Hauptschule für viele Schüler erhebliche Vorteile gegenüber anderen Schulformen.

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