Wenden. Spätestens seit Beginn der 3. Aktion „Polenhilfe“ der Konrad-AdenauerHauptschule weiß jeder in Wenden, was ein „Datschi“ ist. nämlich ein Brötchen mit Mohrenkopf. Datschis waren der große Renner beim Verkauf von Kuchen und Getränken zugunsten der Polenhilfe. Den Kuchen hatten Mütter der Schüler selbst gebacken und der Aktion zur Verfügung gestellt. Drei Wochen lang war in der Schule donnerstags und freitags Kuchentag, der sich mit zunehmender Dauer zum Datschitag entwickelte. Der Rekordumsatz für einen Schultag lag bei 1000 Stück.

Aber der Kuchentag war nur ein kleiner Teil der Aktion, die vor den Osterferien groß angelegt war. Für ein Waisenhaus, eine Kinderklinik und einige Schulen im Raum Hirschberg (Schlesien) wurden drei Wochen lang Kleidung. Bett wasche, Schuhe, Kinderspielzeug, Lebensmittel und Hygieneartikel zusammengetragen. Aus der Aktion der Hauptschule wurde eine Aktion der ganzen Gemeinde. Eltern. Schüler und Lehrer hatten an vielen Nachmittagen alle Hände voll zu tun. die Sachspenden aus der Bevölkerung zu sortieren und zu verpacken. Geschäfte, トrzte. Apotheken, Drogerien, Banken und Sparkassen in der Gemeinde Wenden wurden zur Mithilfe aufgerufen und leisteten ihren Beitrag. Die Grundschulen Gerlingen und Wenden sowie der Kindergarten „Sankt Michael“ schlössen sich erfolgreich der Aktion an. Die Bilanz: 100 Säcke Bekleidung, 30 Sacke Schuhe, 17 Säcke Bettzeug, ca. 300 kg Lebensmittel und Hygieneartikel, eine große Menge Kinderspielzeug und ca. 2000 DM Geldspenden und Reinerlös aus dem Verkauf von Kuchen. Datschis, Getränken und Aufklebern. Den Abschluß der Aktion bildet der Transport der Spenden nach Polen, den zwei Lehrer der Konrad-Adenauer-Schule begleiten werden.

Die Qualität einer Schule dokumentiert sich nicht nur Im Ausbildungsstand Ihrer Schüler und der Besoldungsgruppe ihrer Pädagogen, sondern auch In Aktivitäten über die reine Wissensvermittlung hinaus, die aus dem Engagement von Eltern, Schülern und Lehrern resultieren. Die Konrad Adenauer Schule Wenden führte am Dienstag, dem 22.02.83 Ihren Interessenwandertag durch, an dem die Schüler den Betätigungen Ihrer Neigung nachgehen konnten.

Sie bewies erneut damit, daß auch an einer sechszügigen Schule mit circa 900 Schülern weitaus mehr möglich ist als Unterricht, Klassenarbeiten und verschiedene Abschlüsse. Das Angebot war äußerst reichhaltig: Schlittschuhlaufen In Wiehl, Ski alpin In Eckenhagen, Bowling In Geisweid, Schwimmen in Netphen, Kegeln auf 10 Bahnen In der Gemeinde Wenden, außerdem Ski-Langlauf, Tischtennis, Rodeln und Wandern. Bei geeignetem Winterwetter wurden kurzfristig die Organisationspläne aus der Schublade gezogen, die die Vertrauenslehrer in Zusammenarbeit mit der Schülervertretung bereits erarbeitet hatten. Teils mit gecharterten Bussen, teils zu Fuß, gelangten die Schüler an die Orte ihres Treibens. Nur schade, daß sie mittags schon wieder die Heimreise antreten mußten. Und hier liegt auch der einzige Kritikpunkt: Das Verhältnis zwischen dem enormen Organisationsaufwand und der Zeit zur sportlichen Betätigung könnte In Zukunft eventuell durch eine Verlängerung um 1 bis 2 Stunden etwas günstiger gestaltet werden. Einigkeit besteht allerdings in der Meinung, daß Interessenwandertage dieser oder ähnlicher Art zu gegebener Zelt wieder stattfinden sollten. Der Interessenwandertag wird vermutlich die Palette der ohnehin schon zahlreichen außerschulischen Aktivitäten an dieser Schule bereichern. Wer will da behaupten, die Hauptschule sei totSchüler